Zunächst stiegen nur dünne weiße Rauchschwaden über der Île de la Cité auf, die sich kaum lokalisieren ließen. Als sich der Rauch dann schwarz färbte, erkannte eine Musikstudentin vom Seine-Ufer aus als eine der ersten, was geschah.

„Notre Dame in Flammen“, twitterte sie zu einem Foto, auf dem Rauch aus einem der Türme aufsteigt. Die Feuerwehr war zu dem Zeitpunkt noch nicht eingetroffen.

Augenblicke später unterbrachen die Journalisten von Sky News in London ihre Sendung bereits mit der Eilmeldung zum Brand der Kathedrale von Notre-Dame. Diese Story sollte mehr als eine Woche lang die Berichterstattung in Europa dominieren.

„Wir haben es nicht zuerst durch eine AFP-Meldung erfahren, sondern über Dataminr“, so Digital News Editor Adam Parker. „Und das begleitet von unglaublichen Bildern.“

Parker ist Teil eines Londoner Newsgathering-Teams bei Sky News, das über soziale Medien aktuelle Meldungen beschafft und verifiziert. Dabei lädt das Team visuelle Medien, Hintergrundinformationen und Kontext auf eine interne Plattform hoch, über die Kollegen dann TV- Stories, Social-Media-Posts und Online-Artikel erstellen. Schnelligkeit und Genauigkeit sind dabei entscheidend.

Beim Brand von Notre-Dame dauerte es Minuten, bis die großen Nachrichtensender erste Meldungen brachten, und noch länger, bis Fotos und Videos folgten.

„Für uns zählt wirklich jede Minute“, so Parker weiter. „Aber Bilder des Feuers von Agenturseite ließen ziemlich lange auf sich warten. 10 bis 20 Minuten, wenn ich mich recht erinnere. In unserem Geschäft ist das eine Ewigkeit.“

So nutzen Sky News Reporter Dataminr

Seit September 2018 nutzen die Journalisten von Sky News Dataminr for News, um die für sie relevantesten Geschichten und erste Hinweise auf neue Ereignisse zu finden. Dabei entscheidet jeder selbst, wie er die Dataminr News Alerts empfangen möchte – per E-Mail, auf dem Desktop, in Kollaborationsplattformen wie Slack oder eingebettet in andere Newsgathering-Tools wie TweetDeck.

Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris am 15. April 2019.

Auf Parkers Desktop-Monitoren sieht man eine Vielzahl von Tools in Aktion: ein TweetDeck-Dashboard, RSS- Feeds und stichwortbasierte Alerts von Agenturen. Zudem folgt er auf Twitter mehr als 3.100 Accounts. Selbst bei dieser breiten Abdeckung lief er früher jedes Mal, wenn er nicht am Platz war Gefahr, eine Story zu verpassen.

Das liegt daran, dass viele andere Quellen sich nur auf die größten Storys konzentrieren und diese meist erst melden, nachdem Nachrichtenagenturen darüber berichtet haben. Top-Informationen von Menschen mit ein paar Social- Media-Followern, wie der Pariser Musikstudentin, waren vor Dataminr praktisch unmöglich zu finden.

„Dataminr ist quasi unser Sicherheitsnetz“, erläutert Parker. „Wenn etwas Großes passiert, wir aber noch keine Infos dazu haben, taucht die Sache garantiert irgendwie bei Dataminr auf. Und wenn ich sie auf meinem Dataminr Dashboard nicht finde, dann eben einer meiner Kollegen.“

Die KI-Plattform von Dataminr verarbeitet täglich Milliarden öffentlich zugänglicher Informationen aus über 100.000 Quellen, um erste Hinweise auf aktuelle Nachrichten weltweit zu entdecken. Das Tool wird derzeit in mehr als 650 Nachrichtenredaktionen eingesetzt.

Nutzergenerierte Medien

Soziale Medien bieten Journalisten die Möglichkeit, die aktuelle Lage auch in Gebieten einzuschätzen, die für Reporter nur schwer zugänglich sind und in denen Englisch nicht die Hauptsprache ist, wie z. B. Armenien und Aserbaidschan, deren Streitkräfte im Jahr 2020 wegen der abtrünnigen Region Berg-Karabach aneinandergerieten.

„Wir haben Bilder und Videos gesehen, die es ohne Social-Media-Nutzer vor Ort schlicht und einfach nicht geben würde. Nur durch sie erlangen wir Zugang zu solchen Regionen“, führt Parker aus.

Dataminr for News hilft Reportern nicht nur, nutzergenerierte Fotos und Videos schnell zu finden, sondern übersetzt auch Bildunterschriften und andere Medien automatisch ins Englische.

„Es ist gut zu wissen, dass wir weltweit auch Storys entdecken können, die wir von den Agenturen oder Leuten, denen wir in den sozialen Medien folgen, nicht zugetragen bekommen“, so Parker abschließend.

Für uns zählt wirklich jede Minute. Aber Bilder des Feuers von Agenturseite ließen ziemlich lange auf sich warten. 10 bis 20 Minuten, wenn ich mich recht erinnere. In unserem Geschäft ist das eine Ewigkeit.
Adam Parker, Redakteur für digitale Nachrichten, Sky News

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March 5, 2021
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